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Rio Tinto erhöht die Zwischendividende um 43 Prozent auf 3,4 Milliarden Dollar

Rio Tinto erhöht die Zwischendividende um 43 Prozent auf 3,4 Milliarden Dollar. Warum Kupfer statt Eisenerz das Ergebnis trägt.

Rio Tinto erhöht die Zwischendividende um 43 Prozent auf 3,4 Milliarden Dollar
Foto: Dominik Vanyi auf Unsplash

Rio Tinto hat für das erste Halbjahr 2026 eine Zwischendividende von 3,4 Milliarden Dollar beschlossen, umgerechnet 211,0 US Cent je Aktie. Das ist ein Anstieg von 43 Prozent gegenüber der vorherigen Zwischenausschüttung. Die Ausschüttungsquote von 50 Prozent bleibt unverändert.

Möglich wurde das durch einen Sprung beim Mittelzufluss. Der freie Mittelzufluss stieg um 75 Prozent. Das bereinigte Betriebsergebnis vor Abschreibungen legte um 28 Prozent auf 14,8 Milliarden Dollar zu.

Die Zahlen wurden am 29. Juli veröffentlicht. Der Auszahlungstermin ist der 24. September.

Das Wichtigste in Kürze

  • Rio Tinto beschloss für das erste Halbjahr 2026 eine Zwischendividende von 3,4 Milliarden Dollar oder 211,0 US Cent je Aktie, ein Anstieg von 43 Prozent.
  • Das bereinigte Betriebsergebnis vor Abschreibungen stieg um 28 Prozent auf 14,8 Milliarden Dollar, der freie Mittelzufluss um 75 Prozent.
  • Kupfer, Aluminium und Lithium stehen inzwischen für knapp 60 Prozent des gesamten Betriebsergebnisses.

Kupfer trägt das Ergebnis

Aufgeschlüsselt nach Bereichen zeigt sich, woher der Zuwachs stammt. Das Betriebsergebnis vor Abschreibungen im Kupfergeschäft stieg um 84 Prozent auf 5,7 Milliarden Dollar. Aluminium und Lithium legten um 38 Prozent auf 3,3 Milliarden Dollar zu.

Das Eisenerzgeschäft blieb mit 6,8 Milliarden Dollar weitgehend unverändert, obwohl die Produktion in der westaustralischen Pilbara Region den höchsten Halbjahreswert seit dem Rekordjahr 2018 erreichte. Die dortige Produktion wuchs um sechs Prozent.

Kupfer, Aluminium und Lithium stehen inzwischen für knapp 60 Prozent des gesamten Betriebsergebnisses. Damit verschiebt sich das Gewicht des Konzerns weg vom Eisenerz, das über Jahrzehnte die zentrale Ertragsquelle war.

Die Kupferäquivalentproduktion wuchs im Halbjahr um drei Prozent. Im ersten Quartal hatte der Zuwachs noch bei neun Prozent gelegen.

Kosten im Kupfergeschäft deutlich gesenkt

Ein Wert aus der Produktionsmeldung verdient besondere Beachtung. Die Kostenprognose für Kupfer wurde von 65 bis 75 US Cent je Pfund auf 30 bis 50 Cent gesenkt.

Möglich wurde das durch den planmäßigen Hochlauf der Untertagemine Oyu Tolgoi in der Mongolei, deren Produktion im ersten Halbjahr um 31 Prozent zulegte. Bei Bergbaubetrieben sinken die Kosten je Einheit mit steigender Menge, weil ein großer Teil des Aufwands unabhängig von der Fördermenge anfällt.

Aus dem Produktivitätsprogramm wurden bis Ende Juni 870 Millionen Dollar realisiert. Bis Jahresende peilt der Konzern eine hochgerechnete Jahresrate von 1,8 Milliarden Dollar an.

Zusätzlich sind Kapitalfreisetzungen von fünf bis zehn Milliarden Dollar über Verkäufe und Infrastrukturvorhaben geplant.

Simandou liefert erstes Erz

Bei den Wachstumsprojekten nennt der Konzern mehrere Meilensteine. Aus dem Vorhaben Simandou in Guinea wurde erstmals hochwertiges Eisenerz verkauft. Der Bau der Mine und der Hafeninfrastruktur ist jeweils zu mehr als drei Vierteln abgeschlossen, die Bahnstrecke wurde im ersten Quartal vollständig in Betrieb genommen.

Im Lithiumgeschäft begann die Produktion an zwei argentinischen Standorten früher als geplant. Die Lithiummengen stiegen gegenüber dem Vorjahreshalbjahr um 53 Prozent.

Die Investitionen sollen 2026 und 2027 jeweils bis zu elf Milliarden Dollar betragen.

Zwei Todesfälle im Halbjahr

Vorstandschef Simon Trott hat im Quartalsbericht auf zwei tödliche Arbeitsunfälle hingewiesen, einen bei Simandou und einen im amerikanischen Kennecott. Er bezeichnete das als deutliche Mahnung, dass jeder Beschäftigte nach jeder Schicht sicher nach Hause kommen müsse.

Die Unfallhäufigkeit lag bei 0,40 je Bezugsgröße.

Die Nettoverschuldung sank im Halbjahr um 0,3 Milliarden auf 14,1 Milliarden Dollar. Ausgezahlt wurden in diesem Zeitraum 4,2 Milliarden Dollar an Dividenden aus dem Vorjahresabschluss.

Die Emissionen aus eigenem Betrieb und eingekaufter Energie betrugen 15,9 Millionen Tonnen Kohlendioxidäquivalent, ein Rückgang von 14 Prozent gegenüber dem Bezugsjahr 2018. Angestrebt wird eine Halbierung bis 2030.

Die Produktionsprognose für das Gesamtjahr blieb unverändert. Die jüngste Analysteneinstufung lautet Halten bei einem Kursziel von 82 Pfund.

Häufige Fragen

Woher stammt der Gewinnsprung

Aus dem Kupfergeschäft. Das Betriebsergebnis vor Abschreibungen stieg dort um 84 Prozent auf 5,7 Milliarden Dollar. Aluminium und Lithium legten um 38 Prozent auf 3,3 Milliarden Dollar zu, während das Eisenerzgeschäft mit 6,8 Milliarden Dollar weitgehend unverändert blieb.

Warum sanken die Kosten im Kupfergeschäft

Die Kostenprognose wurde von 65 bis 75 US Cent je Pfund auf 30 bis 50 Cent gesenkt. Möglich wurde das durch den planmäßigen Hochlauf der Untertagemine Oyu Tolgoi in der Mongolei, deren Produktion um 31 Prozent zulegte. Bei Bergbaubetrieben sinken die Kosten je Einheit mit steigender Menge.

Wie weit ist das Projekt Simandou

Aus dem Vorhaben in Guinea wurde erstmals hochwertiges Eisenerz verkauft. Der Bau der Mine und der Hafeninfrastruktur ist jeweils zu mehr als drei Vierteln abgeschlossen, die Bahnstrecke wurde im ersten Quartal vollständig in Betrieb genommen.

Diese Analyse dient nur der Information und ist keine Anlageberatung.

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