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AMD peilt über 80 Prozent Wachstum im Servergeschäft für das zweite Halbjahr an

AMD peilt für das zweite Halbjahr 2026 über 80 Prozent Wachstum im Servergeschäft an. Oracle baut den ersten öffentlichen Verbund mit 50.000 Einheiten.

AMD peilt über 80 Prozent Wachstum im Servergeschäft für das zweite Halbjahr an
Foto: Subhra Jyoti Paul auf Unsplash

AMD hat seine Wachstumsziele für den Bereich künstliche Intelligenz konkretisiert. Der Chiphersteller strebt für das zweite Halbjahr 2026 ein Umsatzwachstum von über 80 Prozent im Servergeschäft an, gestützt auf Zusagen mehrerer großer Cloudanbieter.

Der wichtigste dieser Abschlüsse betrifft Oracle. Nach einer gemeinsamen Ankündigung wird Oracle der erste große Anbieter sein, der einen öffentlich verfügbaren Rechnerverbund auf Basis der nächsten Generation der AMD Grafikprozessoren betreibt.

Der Aufbau beginnt im dritten Quartal dieses Jahres mit zunächst 50.000 Einheiten. Weitere Ausbaustufen sind für 2027 und die Folgejahre vorgesehen.

Die Zusammenarbeit reicht mehrere Jahre zurück. Bereits 2024 hatte Oracle Angebote auf Basis der vorherigen AMD Generation in seiner Cloudinfrastruktur bereitgestellt.

Das Wichtigste in Kürze

  • AMD strebt für das zweite Halbjahr 2026 ein Umsatzwachstum von über 80 Prozent im Servergeschäft an.
  • Oracle wird der erste große Anbieter mit einem öffentlich verfügbaren Verbund auf Basis der nächsten AMD Generation, beginnend mit 50.000 Einheiten.
  • Nvidia beherrscht das Geschäft mit Beschleunigern und wird derzeit mit rund 5,1 Billionen Dollar bewertet.

Zweiter Anbieter neben Nvidia

Für die Einordnung ist wichtig, welche Rolle AMD in diesem Markt spielt. Nvidia beherrscht das Geschäft mit Beschleunigern für künstliche Intelligenz und wird derzeit mit rund 5,1 Billionen Dollar bewertet.

AMD ist der zweite ernsthafte Anbieter von Grafikprozessoren für diese Aufgaben. Für Betreiber von Rechenzentren ist das aus zwei Gründen relevant. Ein zweiter Lieferant verbessert die Verhandlungsposition beim Preis. Und er verringert das Risiko, bei Lieferengpässen ohne Kapazität dazustehen.

Genau das erklärt, warum große Anbieter bereit sind, neben Nvidia auch AMD Verbünde aufzubauen, obwohl die Softwareumgebung des Marktführers weiter verbreitet ist.

Ein Vergleich aus derselben Branche zeigt die Größenordnung des Wettbewerbs. Broadcom entwickelt Spezialchips für vier große Kunden, darunter Google, Meta Platforms, den TikTok Eigentümer ByteDance und OpenAI. Auch diese Chips konkurrieren um dieselben Aufgaben.

Bernstein bevorzugt einen der beiden Werte

Am 13. August verglich Bernstein AMD direkt mit Intel und stufte einen der beiden als Kauf ein, den anderen als Halteposition.

Intel hatte kurz zuvor eine Kapitalerhöhung über 20 Milliarden Dollar abgeschlossen und erwägt zusätzlich eine Rückkehr in das Geschäft mit Speicherchips. Die Intel Aktie ist 2026 um 175 Prozent gestiegen.

AMD entwickelte sich in diesem Umfeld gemischt. Am 12. August legte die Aktie gemeinsam mit Micron, Nvidia, Intel und Super Micro zu, an anderen Tagen gab sie im Zuge einer allgemeinen Schwäche bei Technologiewerten nach.

Speicher ist derzeit der stärkste Bereich

Innerhalb der Halbleiterbranche liefert derzeit ein anderer Bereich die höchsten Zuwächse. Micron notierte zuletzt bei 971,66 Dollar und liegt seit Jahresbeginn 208 Prozent im Plus. Am Montag legte der Wert vorbörslich weitere 3,5 Prozent zu.

Auslöser war eine Umsatzprognose von Anthropic, das für 2028 mit rund 190 bis 200 Milliarden Dollar rechnet. Diese Zahl stützte am Montag die gesamte Gruppe der Werte, deren Geschäft am Ausbau der Rechenzentren hängt.

Für AMD ist die Zahl aus zwei Richtungen relevant. Sie beschreibt eine Nachfrage, die über die kommenden Jahre trägt. Sie verstärkt zugleich die Frage, wie der Ausbau finanziert wird und wer die Risiken übernimmt, wenn die Auslastung hinter den Annahmen zurückbleibt.

Häufige Fragen

Warum bauen Cloudanbieter neben Nvidia auch AMD Verbünde auf

Aus zwei Gründen. Ein zweiter Lieferant verbessert die Verhandlungsposition beim Preis. Und er verringert das Risiko, bei Lieferengpässen ohne Kapazität dazustehen. Das gilt, obwohl die Softwareumgebung des Marktführers weiter verbreitet ist.

Was umfasst die Vereinbarung mit Oracle

Oracle wird nach einer gemeinsamen Ankündigung der erste große Anbieter sein, der einen öffentlich verfügbaren Rechnerverbund auf Basis der nächsten Generation der AMD Grafikprozessoren betreibt. Der Aufbau beginnt im dritten Quartal mit zunächst 50.000 Einheiten, weitere Ausbaustufen sind für 2027 und die Folgejahre vorgesehen.

Welcher Halbleiterbereich wächst derzeit am stärksten

Der Speicherbereich. Micron notierte zuletzt bei 971,66 Dollar und liegt seit Jahresbeginn 208 Prozent im Plus. Auslöser war eine Umsatzprognose von Anthropic, das für 2028 mit rund 190 bis 200 Milliarden Dollar rechnet.

Diese Analyse dient nur der Information und ist keine Anlageberatung.

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