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Eli Lilly wächst um 55 Prozent und wird zur wertvollsten Pharmafirma der Welt

Eli Lilly steigert den Umsatz um 55,5 Prozent auf 19,8 Milliarden Dollar und überschreitet eine Billion Dollar Marktwert. Warum die Bewertung wenig Spielraum lässt.

Eli Lilly wächst um 55 Prozent und wird zur wertvollsten Pharmafirma der Welt
Foto: National Cancer Institute auf Unsplash

Eli Lilly hat im ersten Quartal 2026 einen Umsatz von 19,8 Milliarden Dollar erzielt, ein Plus von 55,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Konzern verdankt diesen Sprung fast vollständig zwei Präparaten gegen Diabetes und Übergewicht.

Auf Mounjaro und Zepbound entfielen zusammen rund 12,8 Milliarden Dollar an weltweiten Verkäufen. In den Vereinigten Staaten stieg der Umsatz um 43 Prozent auf 12,1 Milliarden Dollar bei einem Mengenzuwachs von 49 Prozent.

Der Konzern hob seine Umsatzprognose für 2026 auf 82 bis 85 Milliarden Dollar an.

Der Marktwert liegt nach Berichten bei rund 1,16 Billionen Dollar. Damit hat Eli Lilly die Marke von einer Billion Dollar überschritten und liegt vor JPMorgan Chase, das mit 965 Milliarden Dollar noch darunter steht.

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Umsatz stieg im ersten Quartal 2026 um 55,5 Prozent auf 19,8 Milliarden Dollar, davon rund 12,8 Milliarden aus zwei Präparaten.
  • Der Marktwert liegt bei rund 1,16 Billionen Dollar, die Umsatzprognose für 2026 wurde auf 82 bis 85 Milliarden Dollar angehoben.
  • Das Verhältnis von Kurs zu Gewinn liegt bei rund 44, womit ein erheblicher Teil der Erwartung bereits eingepreist ist.

Analysten heben Kursziele an

JPMorgan Analyst Chris Schott erhöhte sein Kursziel auf 1.400 Dollar nach zuvor 1.300 Dollar und beließ die Einstufung auf Übergewichten. Der Konsens der Analysten liegt bei einem Kursziel von 1.209,21 Dollar, rund 80 Prozent der beobachtenden Häuser sind positiv gestimmt.

Auch die eigene Vermögensverwaltung von JPMorgan hat zugegriffen. In der jüngsten Pflichtmitteilung an die amerikanische Wertpapieraufsicht wird eine Beteiligung an Eli Lilly im Wert von 2,93 Milliarden Dollar ausgewiesen. Es war der auffälligste Neuzugang im Portfolio.

Über sechs Monate legte die Aktie um 58 Prozent zu.

Bewertung lässt wenig Spielraum

Das Verhältnis von Kurs zu Gewinn liegt bei rund 44. Bei einer solchen Bewertung ist ein erheblicher Teil der erwarteten Entwicklung bereits eingepreist.

Genau darin liegt das Risiko. Analysten weisen darauf hin, dass eine hohe Messlatte in beide Richtungen wirkt. Ein einzelnes enttäuschendes Quartal kann eine Aktie auf Rekordniveau deutlich treffen.

Drei Punkte gelten dabei als entscheidend. Die internationale Dynamik von Mounjaro muss halten, während in einzelnen Märkten Nachahmerpräparate auf den Markt kommen. Die Tablette zum Einnehmen muss weiterhin Patienten gewinnen, die bislang keine solche Therapie genutzt haben. Und der Preisdruck in den Vereinigten Staaten darf die Mengenzuwächse nicht überholen.

Wettbewerber kommen nicht heran

Was die Stellung des Konzerns bislang stützt, sind die Ergebnisse der Konkurrenz. Schwache Studienergebnisse kleinerer Wettbewerber haben nach Einschätzung von Analysten gezeigt, wie schwer die Position von Eli Lilly anzugreifen ist. In der Branche wird von einem breiten Schutzgraben gesprochen.

Der Markt selbst wächst weiter. Schätzungen sehen den Bereich der Präparate gegen Übergewicht bis 2030 bei rund 100 Milliarden Dollar, wobei Eli Lilly darin die dominierende Rolle einnimmt.

Zur Pipeline zählt ein Wirkstoff zum Einnehmen aus derselben Substanzklasse, der zur Zulassung eingereicht wurde.

Auch Lebensmittelkonzerne reagieren

Wie stark diese Präparate wirken, zeigt sich inzwischen weit über die Pharmabranche hinaus. Nestlé entwickelt mit Hilfe künstlicher Intelligenz Produkte, die auf die Nebenwirkungen dieser Medikamente zugeschnitten sind, darunter Erzeugnisse mit Kollagenprotein und ein Proteinshake gegen Muskelschwund.

Der Technologiechef des Schweizer Konzerns bezeichnete die Entwicklung gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters als riesige Chance. Hintergrund ist, dass Millionen Nutzer unter dem Einfluss dieser Medikamente weniger und anders essen, was für Hersteller von Snacks und Fertiggerichten sinkende Mengen bedeutet.

Häufige Fragen

Woher kommt das Wachstum von Eli Lilly

Fast vollständig aus zwei Präparaten gegen Diabetes und Übergewicht. Auf Mounjaro und Zepbound entfielen im ersten Quartal 2026 zusammen rund 12,8 Milliarden Dollar an weltweiten Verkäufen. In den Vereinigten Staaten stieg der Umsatz um 43 Prozent bei einem Mengenzuwachs von 49 Prozent.

Welche Risiken sieht der Markt

Drei Punkte gelten als entscheidend. Die internationale Dynamik von Mounjaro muss halten, während in einzelnen Märkten Nachahmerpräparate auf den Markt kommen. Die Tablette zum Einnehmen muss weiterhin neue Patienten gewinnen. Und der Preisdruck in den Vereinigten Staaten darf die Mengenzuwächse nicht überholen.

Was bedeutet ein Kurs Gewinn Verhältnis von 44

Es bedeutet, dass ein erheblicher Teil der erwarteten Entwicklung bereits im Kurs steht. Eine hohe Messlatte wirkt in beide Richtungen, und ein einzelnes enttäuschendes Quartal kann eine Aktie auf Rekordniveau deutlich treffen.

Diese Analyse dient nur der Information und ist keine Anlageberatung.

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