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Netflix verliert das Rennen um Warner Bros und setzt jetzt auf Spiele und Sport

Netflix verzichtet auf Warner Bros Discovery und spart rund 28 Milliarden Dollar. Warum der Konzern jetzt auf Spiele und Sport setzt.

Netflix verliert das Rennen um Warner Bros und setzt jetzt auf Spiele und Sport
Foto: Krists Luhaers auf Unsplash

Netflix hat sich aus dem Bieterverfahren um Warner Bros Discovery zurückgezogen. Der Konzern lehnte es ab, das erhöhte Angebot von Paramount Skydance über 110,9 Milliarden Dollar zu überbieten.

Die eigene Vereinbarung war am 5. Dezember 2025 bekannt gegeben worden und hatte einen Wert von rund 82,7 Milliarden Dollar einschließlich Schulden. Netflix hätte das Filmstudio und das Streaminggeschäft übernommen, während die klassischen Fernsehsender abgespalten worden wären.

Nachdem Warner Bros Discovery im Februar die Gespräche mit Paramount wieder aufnahm, erklärte Netflix am 26. Februar, das höhere Angebot nicht zu erreichen. Die beiden Vorstandschefs Ted Sarandos und Greg Peters teilten mit, die von ihnen verhandelte Transaktion hätte Wert für die Anteilseigner geschaffen und einen klaren Weg zur behördlichen Genehmigung gehabt.

Der Hinweis auf die Genehmigung ist der eigentliche Punkt. Netflix hätte nur Studio und Streaming übernommen, Paramount kauft das gesamte Unternehmen einschließlich der Bezahlsender. Damit steht die Transaktion vor einer aufwendigeren Prüfung.

Das Wichtigste in Kürze

  • Netflix zog sich aus dem Bieterverfahren um Warner Bros Discovery zurück und überbot das Angebot von Paramount Skydance über 110,9 Milliarden Dollar nicht.
  • Die eigene Vereinbarung vom 5. Dezember 2025 hatte einen Wert von rund 82,7 Milliarden Dollar einschließlich Schulden.
  • Die Fußballreihe des Weltverbands erscheint künftig exklusiv über Netflix, der Start war vor der Weltmeisterschaft 2026 vorgesehen.

Zahlen über den Erwartungen, Aktie trotzdem im Minus

Bei den Quartalszahlen im Januar zeigte sich ein Muster, das in dieser Berichtssaison mehrfach auftrat. Das Ergebnis übertraf die Erwartungen der Analysten, die Aktie fiel im nachbörslichen Handel dennoch um mehr als fünf Prozent.

Als Grund galten Zweifel am weiteren Wachstum der Abonnentenzahlen. Bei einem Anbieter, dessen Bewertung an der Zahl zahlender Nutzer hängt, wiegt diese Frage schwerer als das Ergebnis eines einzelnen Quartals.

Genau darin liegt die strategische Begründung für den Versuch, Warner Bros zu übernehmen. Wer in einem gesättigten Markt keine neuen Kunden findet, kann versuchen, über einen größeren Bestand an Inhalten die vorhandenen Kunden zu halten.

Fußballspiel exklusiv auf der Plattform

Nach dem Scheitern der Übernahme verfolgt der Konzern seine bisherigen Wege weiter. Dazu zählen Spiele und Sport.

Im Dezember 2025 wurde bekannt, dass die Fußballreihe des Weltverbands künftig exklusiv über Netflix erscheint. Der Start war vor der Weltmeisterschaft 2026 vorgesehen. Für den Verband bedeutet die Vereinbarung einen klaren Bruch mit dem bisherigen Partner Electronic Arts, von dem er sich im Streit getrennt hatte.

Spiele sind für Netflix aus einem einfachen Grund attraktiv. Sie binden Nutzer über längere Zeiträume als eine Serie und lassen sich in dasselbe Abonnement einbinden, ohne dass zusätzliche Gebühren nötig werden.

Vorwurf zum Einsatz künstlicher Intelligenz

Anfang Januar geriet der Konzern in eine andere Debatte. Zuschauer warfen den Machern einer erfolgreichen Serie vor, das Ende mit Hilfe eines Sprachmodells geschrieben zu haben. Ausgelöst wurde der Verdacht durch einen Bildschirmausschnitt aus einer Dokumentation über die Entstehung der Serie, der sich in sozialen Netzwerken verbreitete.

Für Streaminganbieter ist das Thema heikel. Automatisierte Werkzeuge senken die Produktionskosten, gleichzeitig ist die Zahlungsbereitschaft der Zuschauer eng mit der Wahrnehmung verbunden, dass Menschen die Geschichten schreiben.

Netflix hat mit dem Rückzug rund 28 Milliarden Dollar an Kaufpreis gespart, gemessen an der Differenz zwischen den beiden Angeboten. Der Konzern behält damit seine Bilanz frei, verzichtet aber auf einen Programmbestand aus mehreren Jahrzehnten und auf die Produktionsanlagen in Burbank und bei London.

Häufige Fragen

Warum hat Netflix nicht nachgelegt

Der Konzern lehnte es ab, das erhöhte Angebot von Paramount Skydance über 110,9 Milliarden Dollar zu überbieten. Die eigene Vereinbarung lag bei rund 82,7 Milliarden Dollar einschließlich Schulden. Mit dem Rückzug hat Netflix gemessen an der Differenz zwischen beiden Angeboten rund 28 Milliarden Dollar gespart.

Warum sind Spiele für Netflix attraktiv

Sie binden Nutzer über längere Zeiträume als eine Serie und lassen sich in dasselbe Abonnement einbinden, ohne dass zusätzliche Gebühren nötig werden. Im Dezember 2025 wurde bekannt, dass die Fußballreihe des Weltverbands künftig exklusiv über Netflix erscheint.

Was war der Vorwurf zum Einsatz künstlicher Intelligenz

Zuschauer warfen den Machern einer erfolgreichen Serie vor, das Ende mit Hilfe eines Sprachmodells geschrieben zu haben. Ausgelöst wurde der Verdacht durch einen Bildschirmausschnitt aus einer Dokumentation über die Entstehung der Serie, der sich in sozialen Netzwerken verbreitete.

Diese Analyse dient nur der Information und ist keine Anlageberatung.

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