Snowflake wächst um 34 Prozent und berichtet am 27. August über das nächste Quartal
Snowflake wächst um 34 Prozent und berichtet am 27. August über das nächste Quartal. Warum das Verbrauchsmodell die Prognose besonders macht.

Snowflake hat im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2027 einen Produktumsatz von 1,33 Milliarden Dollar erzielt, ein Plus von 34 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Nach Angaben des Unternehmens war es der stärkste absolute Zuwachs gegenüber einem Vorquartal in der Firmengeschichte.
Für das zweite Quartal, dessen Zahlen für den 27. August erwartet werden, stellt der Konzern einen Produktumsatz von 1,415 bis 1,42 Milliarden Dollar in Aussicht. Das entspräche einem Wachstum von 30 Prozent.
Die Jahresprognose wurde auf 5,84 Milliarden Dollar angehoben, was 31 Prozent Wachstum bedeuten würde. Die Erwartung für die bereinigte operative Marge stieg von 12,5 auf 13,5 Prozent.
Damit könnte das Unternehmen erstmals ein profitables Geschäftsjahr abschließen. Über die vergangenen zwölf Monate war es nicht profitabel.
Das Wichtigste in Kürze
- Der Produktumsatz stieg im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2027 um 34 Prozent auf 1,33 Milliarden Dollar.
- Für das zweite Quartal, dessen Zahlen am 27. August erwartet werden, stellt der Konzern 1,415 bis 1,42 Milliarden Dollar in Aussicht.
- Die Jahresprognose wurde auf 5,84 Milliarden Dollar angehoben, was 31 Prozent Wachstum bedeuten würde.
Verbrauch statt Abonnement
Das Geschäftsmodell unterscheidet sich von den meisten Softwareanbietern. Kunden zahlen nicht für einen festen Vertragsumfang, sondern für die tatsächlich genutzte Rechen und Speicherleistung.
Die technische Grundlage dafür ist die Trennung von Rechenleistung und Speicher. Kunden können beides unabhängig voneinander skalieren und zahlen nur für den tatsächlichen Verbrauch.
Für die Prognose bedeutet das eine Besonderheit. Das Unternehmen betont ausdrücklich, dass seine Vorhersagen auf bestehenden Verbrauchsmustern beruhen. Steigt die Nutzung stärker als erwartet, fällt das Ergebnis besser aus. Bremsen Kunden ihre Auslastung, wirkt das unmittelbar.
Genau deshalb ist bei diesem Anbieter die Kennziffer zur Ausweitung bestehender Kundenbeziehungen so wichtig. Sie lag zuletzt bei 125 Prozent, was bedeutet, dass Bestandskunden im Jahresvergleich rund ein Viertel mehr ausgeben.
Kundenzahl wächst um 38 Prozent
Die Zahl der Kunden erreichte 13.912. Im ersten Quartal kamen 616 hinzu, ein Zuwachs von 38 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.
Zu den Kunden zählen unter anderem Figma und BlackRock. Der Konzern weist zudem gesondert aus, wie viele Kunden über zwölf Monate mehr als eine Million Dollar Produktumsatz erzeugen und wie viele aus der Gruppe der 2.000 größten Unternehmen weltweit stammen.
Zukäufe im Bereich der KI Programme
Vorstandschef Sridhar Ramaswamy beschreibt künstliche Intelligenz als starken Rückenwind und das erste Quartal als klaren Wendepunkt. Der Konzern wolle sich von einer Grundlage für Unternehmensdaten zur Steuerungsebene für Unternehmen mit selbstständig arbeitenden Programmen entwickeln.
Im Mai 2026 wurde eine Vereinbarung zur Übernahme von Natoma unterzeichnet, einer Plattform, über die solche Programme sicher auf Werkzeuge und Daten zugreifen können.
Ein früherer Zukauf mit dem Namen Observe trägt nach Unternehmensangaben weniger als einen Prozentpunkt zum Wachstum des ersten Quartals bei. Für das Gesamtjahr wird rund ein Prozentpunkt erwartet.
Zusätzlich wurde eine Vereinbarung mit Amazon Web Services geschlossen, die vollständig in den Ausblick eingerechnet ist.
Margen bleiben der Schwachpunkt
Für das Geschäftsjahr 2027 erwartet Snowflake eine bereinigte Bruttomarge im Produktgeschäft von 75 Prozent. Im Vorjahr hatte sie bei 76 Prozent gelegen.
Der leichte Rückgang beschreibt dasselbe Problem, das derzeit die gesamte Branche betrifft. Programme, die eigenständig Aufgaben ausführen, verbrauchen erheblich mehr Rechenzeit als klassische Anwendungen. Wer diese Rechenzeit bei großen Cloudanbietern einkauft, gibt einen Teil des Erlöses weiter.
Bei ServiceNow führte derselbe Effekt dazu, dass die Aktie nach einem Quartal mit übertroffenen Zielen zunächst um 6,47 Prozent nachgab.
Für das zweite Quartal erwartet Snowflake eine bereinigte operative Marge von 12,5 Prozent. Im Vorjahresquartal hatte der Produktumsatz bei 1,09 Milliarden Dollar gelegen, bei einem Wachstum von 32 Prozent.
Häufige Fragen
Was unterscheidet das Verbrauchsmodell von einem Abonnement
Kunden zahlen nicht für einen festen Vertragsumfang, sondern für die tatsächlich genutzte Rechen und Speicherleistung. Die technische Grundlage ist die Trennung von Rechenleistung und Speicher. Für die Prognose bedeutet das, dass Vorhersagen auf bestehenden Verbrauchsmustern beruhen.
Wie stark weiten Bestandskunden ihre Ausgaben aus
Die Kennziffer zur Ausweitung bestehender Kundenbeziehungen lag zuletzt bei 125 Prozent. Das bedeutet, dass Bestandskunden im Jahresvergleich rund ein Viertel mehr ausgeben. Die Zahl der Kunden erreichte 13.912, im ersten Quartal kamen 616 hinzu.
Warum sinkt die Bruttomarge leicht
Für das Geschäftsjahr 2027 erwartet Snowflake eine bereinigte Bruttomarge im Produktgeschäft von 75 Prozent, nach 76 Prozent im Vorjahr. Programme, die eigenständig Aufgaben ausführen, verbrauchen erheblich mehr Rechenzeit, und wer diese bei großen Cloudanbietern einkauft, gibt einen Teil des Erlöses weiter.
Diese Analyse dient nur der Information und ist keine Anlageberatung.
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