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Uber steigert das Buchungsvolumen um 24 Prozent und die Aktie fällt trotzdem um fünf Prozent

Uber steigert das Buchungsvolumen um 24 Prozent und die Aktie fällt trotzdem um fünf Prozent. Warum der Umsatz langsamer wächst als das Volumen.

Uber steigert das Buchungsvolumen um 24 Prozent und die Aktie fällt trotzdem um fünf Prozent
Foto: Ethan Hoover auf Unsplash

Uber hat im zweiten Quartal 2026 ein Buchungsvolumen von 58,02 Milliarden Dollar erzielt, ein Plus von 24 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Umsatz stieg um zwölf Prozent auf 14,19 Milliarden Dollar. Die Aktie verlor am Tag der Veröffentlichung 5,29 Prozent.

Der Grund liegt im Ausblick. Für das dritte Quartal stellt Uber ein Buchungsvolumen von 58,25 bis 60,25 Milliarden Dollar in Aussicht. Der Mittelwert von 59,25 Milliarden liegt knapp unter dem Konsens von 59,33 Milliarden Dollar.

Beim Ergebnis je Aktie erwartet der Konzern 0,84 bis 0,88 Dollar. Auch dieser Mittelwert bleibt unter der Schätzung von 89 Cent.

Das Quartal selbst traf die Erwartungen. Das bereinigte Ergebnis je Aktie lag bei 0,81 Dollar und damit genau auf Konsensniveau. Beim Umsatz wurden 14,24 Milliarden Dollar erwartet.

Das Wichtigste in Kürze

  • Das Buchungsvolumen stieg im zweiten Quartal 2026 um 24 Prozent auf 58,02 Milliarden Dollar, der Umsatz um zwölf Prozent auf 14,19 Milliarden Dollar.
  • Die Aktie verlor am Tag der Veröffentlichung 5,29 Prozent, weil der Ausblick knapp unter dem Konsens lag.
  • Der freie Mittelzufluss überschritt über zwölf Monate mit 10,1 Milliarden Dollar erstmals die Marke von zehn Milliarden.

Umsatz wächst langsamer als das Volumen

Der Abstand zwischen 24 Prozent Buchungswachstum und zwölf Prozent Umsatzwachstum verdient eine Erklärung.

Nach Unternehmensangaben haben Änderungen am Geschäftsmodell das ausgewiesene Umsatzwachstum um acht Prozentpunkte gedrückt. Ohne diesen Effekt lägen beide Größen deutlich näher beieinander.

Solche Änderungen entstehen, wenn ein Vermittler seine Rolle in einzelnen Märkten anders gestaltet. Verbucht er künftig nur noch seine Provision statt des gesamten Fahrpreises, sinkt der ausgewiesene Umsatz, ohne dass sich am Geschäft etwas ändert.

Für die Beurteilung ist deshalb das Buchungsvolumen die aussagekräftigere Größe. Es wuchs im vierten Quartal in Folge um über 20 Prozent.

Alle drei Bereiche legen zu

Aufgeschlüsselt wuchs die Personenbeförderung um 20 Prozent. Lieferdienste und Frachtvermittlung beschleunigten sich jeweils auf 25 Prozent.

Die Zahl der Fahrten stieg um 18 Prozent auf 3,87 Milliarden. Die Zahl der monatlich aktiven Nutzer legte um 16 Prozent auf 208 Millionen zu, die Fahrten je Nutzer um zwei Prozent.

Damit stammt das Volumenwachstum überwiegend aus neuen Nutzern und nicht aus häufigerer Nutzung.

Das Werbegeschäft überschritt eine hochgerechnete Jahresrate von 2,5 Milliarden Dollar und wächst weiterhin um rund 50 Prozent.

Erstmals über zehn Milliarden Dollar Mittelzufluss

Beim Ergebnis fielen die Zahlen deutlich besser aus als beim Umsatz. Das bereinigte Betriebsergebnis vor Abschreibungen stieg um 33 Prozent auf 2,819 Milliarden Dollar, das operative Ergebnis nach Rechnungslegungsvorschriften um 30 Prozent auf 1,9 Milliarden Dollar.

Der freie Mittelzufluss betrug im Quartal 2,79 Milliarden Dollar. Über zwölf Monate überschritt er mit 10,1 Milliarden Dollar erstmals die Marke von zehn Milliarden.

Der ausgewiesene Nettogewinn lag bei 2,394 Milliarden Dollar und damit 77 Prozent über dem Vorjahr. Darin enthalten ist allerdings ein Vorsteuervorteil von 1,6 Milliarden Dollar aus der Neubewertung von Beteiligungen.

Der Konzern weist selbst darauf hin, dass dieser Posten von Quartal zu Quartal stark schwanken kann. Das bereinigte Ergebnis ist deshalb die belastbarere Größe.

Vier Milliarden Dollar für autonome Fahrzeuge

Im Quartal investierte Uber rund vier Milliarden Dollar. Vorstandschef Dara Khosrowshahi beschrieb das Ziel als Aufbau der weltweit größten Plattform für autonome Fahrzeuge.

Man investiere aus einer Position der Stärke heraus, sagte er. Finanzvorstand Balaji Krishnamurthy verwies darauf, dass starkes Umsatzwachstum weiterhin in schnellere Ergebnissteigerungen und erhebliche Mittelzuflüsse umgesetzt werde.

Als offene Punkte gelten die Lücke zwischen Buchungsvolumen und Umsatz, steigende zentrale Kosten und anhaltende Verluste im Frachtgeschäft.

Die liquiden Mittel und kurzfristigen Anlagen lagen zum Quartalsende bei 5,4 Milliarden Dollar. Die Aktie notierte zuletzt in der Nähe ihres Tiefs der vergangenen zwölf Monate.

Häufige Fragen

Warum wächst der Umsatz langsamer als das Buchungsvolumen

Nach Unternehmensangaben haben Änderungen am Geschäftsmodell das ausgewiesene Umsatzwachstum um acht Prozentpunkte gedrückt. Verbucht ein Vermittler künftig nur noch seine Provision statt des gesamten Fahrpreises, sinkt der ausgewiesene Umsatz, ohne dass sich am Geschäft etwas ändert.

Warum fiel die Aktie trotz starkem Wachstum

Der Grund liegt im Ausblick. Für das dritte Quartal stellt Uber ein Buchungsvolumen von 58,25 bis 60,25 Milliarden Dollar in Aussicht, der Mittelwert liegt knapp unter dem Konsens von 59,33 Milliarden Dollar. Auch beim Ergebnis je Aktie bleibt der Mittelwert unter der Schätzung.

Wofür investiert Uber vier Milliarden Dollar

Vorstandschef Dara Khosrowshahi beschrieb das Ziel als Aufbau der weltweit größten Plattform für autonome Fahrzeuge. Man investiere aus einer Position der Stärke heraus, sagte er. Der freie Mittelzufluss betrug im Quartal 2,79 Milliarden Dollar.

Diese Analyse dient nur der Information und ist keine Anlageberatung.

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