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Coca Cola verkauft so viel wie seit 17 Jahren nicht und die Aktie erreicht ein Rekordhoch

Coca Cola verkauft so viel wie seit 17 Jahren nicht und die Aktie erreicht ein Rekordhoch. Was die Fußballweltmeisterschaft dazu beigetragen hat.

Coca Cola verkauft so viel wie seit 17 Jahren nicht und die Aktie erreicht ein Rekordhoch
Foto: Sam Davis auf Unsplash

Die Coca Cola Company hat im zweiten Quartal 2026 einen Mengenzuwachs von fünf Prozent erzielt. Bei der Kernmarke lag das Plus ebenfalls bei fünf Prozent. Ohne die Erholung nach der Pandemie ist das der stärkste Wert seit 17 Jahren.

Die Aktie stieg im Vormittagshandel um über sieben Prozent auf ein Rekordhoch.

Der Umsatz wuchs um sieben Prozent auf 13,38 Milliarden Dollar, erwartet worden waren 13,16 Milliarden. Organisch, also bereinigt um Zukäufe, Verkäufe und Währungseffekte, betrug das Wachstum sechs Prozent.

Das bereinigte Ergebnis lag bei 97 Cent je Aktie und damit über den Erwartungen. Der ausgewiesene Nettogewinn stieg auf 4,43 Milliarden Dollar oder 1,03 Dollar je Aktie, nach 3,81 Milliarden und 89 Cent im Vorjahr.

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Mengenzuwachs lag im zweiten Quartal 2026 bei fünf Prozent, ohne die Erholung nach der Pandemie der stärkste Wert seit 17 Jahren.
  • Der Umsatz wuchs um sieben Prozent auf 13,38 Milliarden Dollar, die Aktie stieg im Vormittagshandel um über sieben Prozent auf ein Rekordhoch.
  • Die Prognose für das organische Umsatzwachstum 2026 wurde auf rund fünf Prozent angehoben.

Fußballweltmeisterschaft als Treiber

Als wichtigsten Anlass nennt der Konzern die Fußballweltmeisterschaft. Vorstandschef Henrique Braun sagte, das Turnier habe eine große Gelegenheit geboten, die eigenen Marken zu zeigen. Während der Trinkpausen sei das Sportgetränk der Gruppe präsent gewesen.

Dessen Absatz stieg weltweit um acht Prozent.

Bei der Aktion wurden nach Unternehmensangaben Rekordwerte bei der Präsenz erreicht und 25 Millionen eigene Datensätze über Verbraucher gesammelt.

Jedes einzelne Berichtssegment verzeichnete Mengenwachstum. In Nordamerika lag es bei drei Prozent. Der größte Beitrag kam aus Indien.

Neben dem Turnier nennt das Unternehmen günstiges Wetter und einen leichteren Vergleichszeitraum als Gründe.

Prognose zweimal angehoben

Coca Cola erwartet für 2026 nun ein organisches Umsatzwachstum von rund fünf Prozent, nach zuvor vier bis fünf Prozent. Das entspricht dem oberen Ende der ursprünglichen Spanne von vier bis sechs Prozent.

Beim bereinigten Ergebnis je Aktie wird ein Wachstum von neun bis zehn Prozent erwartet, nach zuvor acht bis neun Prozent. Die Grundlage sind drei Dollar aus dem Jahr 2025. Währungsbereinigt sind sieben bis acht Prozent angesetzt.

Der freie Mittelzufluss soll 2026 bei 12,4 Milliarden Dollar liegen, bei einem operativen Mittelzufluss von 14,6 Milliarden Dollar und Investitionen von 2,2 Milliarden Dollar.

Im ersten Halbjahr erreichte der freie Mittelzufluss bereits 6,9 Milliarden Dollar. Die Nettoverschuldung entspricht dem 1,4 fachen des Betriebsergebnisses vor Abschreibungen.

Margen weiten sich aus

Die operative Marge stieg von 34,1 auf 34,9 Prozent, vergleichbar gerechnet von 34,7 auf 35,6 Prozent. Die vergleichbare Bruttomarge legte um 120 Basispunkte auf 60,5 Prozent zu.

Das operative Ergebnis wuchs um neun Prozent auf 4,7 Milliarden Dollar.

Aufgeschlüsselt stammt das organische Wachstum von sechs Prozent aus vier Prozentpunkten höherem Konzentratabsatz und zwei Prozentpunkten aus Preisen und Produktmix. Der Konzentratabsatz lag dabei einen Punkt hinter dem Mengenwachstum, was der Konzern auf den Zeitpunkt der Auslieferungen zurückführt.

Der Vergleich mit PepsiCo

Bemerkenswert ist die Einordnung im Branchenumfeld. Wettbewerber PepsiCo hatte für dasselbe Quartal berichtet, dass sich die Budgets der Verbraucher verengt haben und die Verkäufe in den Vereinigten Staaten dadurch schwächer ausfielen.

Braun beschrieb das Verbraucherumfeld ebenfalls als dynamisch und verwies darauf, dass Haushalte mit niedrigem Einkommen in vielen Märkten unter Druck stehen.

Dass Coca Cola in diesem Umfeld sowohl Menge als auch Ertrag steigert, erklärt die Kursreaktion. Der Konzern gewann Wertanteile im gesamten Markt für alkoholfreie Getränke sowie Wert und Mengenanteile in Nordamerika, Lateinamerika sowie Europa, Nahost und Afrika.

Was gegen den Schwung spricht

Drei Punkte nennt das Unternehmen selbst als Belastung.

Im Bereich Asien Pazifik ging das vergleichbare operative Ergebnis zurück, weil in die Gewinnung neuer Verbraucher investiert wurde. Geopolitische Konflikte stören weiterhin den Betrieb in Eurasien und im Nahen Osten.

Der geplante Verkauf des Afrikageschäfts wirkt sich mit zwei bis drei Prozentpunkten belastend auf die vergleichbaren Nettoerlöse aus.

Hinzu kommen ein Kalendereffekt mit sechs Verkaufstagen weniger im vierten Quartal und ein laufender Steuerstreit mit der amerikanischen Finanzbehörde, in dem im Juni mündlich verhandelt wurde.

Häufige Fragen

Was hat das Mengenwachstum getrieben

Als wichtigsten Anlass nennt der Konzern die Fußballweltmeisterschaft. Der Absatz des Sportgetränks der Gruppe stieg weltweit um acht Prozent. Bei der Aktion wurden Rekordwerte bei der Präsenz erreicht und 25 Millionen eigene Datensätze über Verbraucher gesammelt.

Wie hat sich die Prognose verändert

Coca Cola erwartet für 2026 nun ein organisches Umsatzwachstum von rund fünf Prozent, nach zuvor vier bis fünf Prozent. Beim bereinigten Ergebnis je Aktie wird ein Wachstum von neun bis zehn Prozent erwartet, nach zuvor acht bis neun Prozent.

Was spricht gegen den Schwung

Drei Punkte. Im Bereich Asien Pazifik ging das vergleichbare operative Ergebnis zurück, weil in die Gewinnung neuer Verbraucher investiert wurde. Geopolitische Konflikte stören den Betrieb in Eurasien und im Nahen Osten. Und der geplante Verkauf des Afrikageschäfts wirkt mit zwei bis drei Prozentpunkten belastend.

Diese Analyse dient nur der Information und ist keine Anlageberatung.

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