Disney übertrifft mit 2,06 Dollar je Aktie deutlich, verfehlt aber beim Umsatz
Disney übertrifft mit 2,06 Dollar je Aktie deutlich und verfehlt beim Umsatz. Warum die Parks tragen, während die Konkurrenz sinkende Besucherzahlen meldet.

Disney hat im dritten Geschäftsquartal 2026 ein bereinigtes Ergebnis von 2,06 Dollar je Aktie erzielt und damit die Erwartungen von 1,86 bis 1,88 Dollar klar übertroffen. Im Vorjahresquartal waren es 1,61 Dollar gewesen, was einem Zuwachs von 28 Prozent entspricht.
Beim Umsatz blieb der Konzern dagegen hinter den Schätzungen. Die Erlöse stiegen um sieben Prozent auf 25,25 Milliarden Dollar, erwartet worden waren rund 25,4 Milliarden. Das Quartal endete am 27. Juni, die Zahlen erschienen am 5. August. Die Aktie legte vorbörslich rund vier Prozent zu.
Der ausgewiesene Nettogewinn fiel auf 2,64 Milliarden Dollar oder 1,51 Dollar je Aktie, nach 5,26 Milliarden Dollar im Vorjahr. Der Rückgang geht auf einen einmaligen Steuervorteil im Vorjahresquartal zurück, der mit der steuerlichen Einordnung von Hulu zusammenhing.
Das Segmentergebnis stieg um 21 Prozent auf 5,56 Milliarden Dollar.
Das Wichtigste in Kürze
- Das bereinigte Ergebnis lag im dritten Geschäftsquartal 2026 bei 2,06 Dollar je Aktie, erwartet worden waren 1,86 bis 1,88 Dollar.
- Der Umsatz stieg um sieben Prozent auf 25,25 Milliarden Dollar und blieb damit unter den Schätzungen von rund 25,4 Milliarden.
- Das Rückkaufziel für das Geschäftsjahr 2026 wurde auf mindestens neun Milliarden Dollar angehoben.
Parks tragen das Ergebnis
Der stärkste Bereich war erneut das Geschäft mit Freizeitparks, Kreuzfahrten und Konsumprodukten. Der Umsatz stieg um zehn Prozent auf 9,97 Milliarden Dollar, das operative Ergebnis um 20 Prozent auf gut drei Milliarden Dollar.
Die Besucherzahlen in den amerikanischen Parks wuchsen um drei Prozent, die Ausgaben je Besuch um rund vier Prozent.
Diese Entwicklung ist bemerkenswert, weil die Konkurrenz das Gegenteil meldet. Der Wettbewerber Comcast hatte für seine Parks in Orlando im vorangegangenen Quartal sinkende Besucherzahlen ausgewiesen und dies mit schwacher Verbraucherstimmung und höheren Reisekosten begründet. Der Konflikt zwischen den Vereinigten Staaten, Israel und Iran und die damit gestiegenen Ölpreise belasten die Haushalte.
Finanzvorstand Hugh Johnston erklärte gegenüber CNBC, im Inland laufe das Geschäft derzeit ausgesprochen gut.
Streaming wächst über Preise und Werbung
Das Streaminggeschäft mit Disney Plus und Hulu steigerte seinen Umsatz um elf Prozent auf 5,53 Milliarden Dollar. Getragen wurde das von mehr Abonnenten, von Preiserhöhungen und von zusätzlichen Werbeerlösen.
Der Unterhaltungsbereich insgesamt kam auf 11,35 Milliarden Dollar Umsatz, ein Plus von sechs Prozent. Das operative Ergebnis dieses Bereichs stieg um 64 Prozent auf 1,68 Milliarden Dollar.
Als Treiber nennt der Konzern den jüngsten Pixar Film, der im Juni in die Kinos kam und bis Jahresende auf Disney Plus erscheinen soll. Die fünf Filme dieser Reihe haben nach Unternehmensangaben weltweit über vier Milliarden Dollar eingespielt und über zwei Milliarden Streamingstunden erzielt.
Auf der Fernsehseite sorgten die Endspiele der amerikanischen Basketball und Eishockeyligen für über 100 Prozent mehr Zuschauer als in der Vorsaison.
Rückkäufe auf mindestens neun Milliarden Dollar erhöht
Disney hat sein Rückkaufziel für das Geschäftsjahr 2026 auf mindestens neun Milliarden Dollar angehoben, nach zuvor acht Milliarden. Finanziert wird das unter anderem durch den Verkauf eines Anteils von 50 Prozent an A und E Global Media an die Hearst Corporation für rund 1,2 Milliarden Dollar.
Zusätzlich flossen rund 100 Millionen Dollar zurück, nachdem zuvor gezahlte Zölle wieder aufgehoben wurden.
Für das Gesamtjahr hält der Konzern an einem Wachstum des bereinigten Ergebnisses je Aktie von rund zwölf Prozent fest. Bereinigt um eine zusätzliche Woche im Kalender dieses Jahres wären es etwa 16 Prozent.
Vorstandschef Josh D Amaro, seit Mitte März im Amt, beschrieb die Ergebnisse als Beleg dafür, dass der Konzern als ein zusammenhängendes Geschäft arbeite und nicht als Gruppe getrennter Bereiche. Geplant sind unter anderem neue Attraktionen in Orlando und Anaheim sowie der bereits angekündigte Ausbau der Kreuzfahrtflotte.
Angekündigt wurde außerdem eine Zusammenarbeit mit der Videoplattform TikTok, die zunächst in den Vereinigten Staaten erprobt werden soll.
Häufige Fragen
Warum fiel der ausgewiesene Nettogewinn
Er fiel auf 2,64 Milliarden Dollar oder 1,51 Dollar je Aktie, nach 5,26 Milliarden Dollar im Vorjahr. Der Rückgang geht auf einen einmaligen Steuervorteil im Vorjahresquartal zurück, der mit der steuerlichen Einordnung von Hulu zusammenhing.
Wie liefen die Freizeitparks
Der Umsatz im Bereich Parks, Kreuzfahrten und Konsumprodukte stieg um zehn Prozent auf 9,97 Milliarden Dollar, das operative Ergebnis um 20 Prozent auf gut drei Milliarden Dollar. Die Besucherzahlen in den amerikanischen Parks wuchsen um drei Prozent, die Ausgaben je Besuch um rund vier Prozent.
Wie finanziert Disney die höheren Rückkäufe
Unter anderem durch den Verkauf eines Anteils von 50 Prozent an A und E Global Media an die Hearst Corporation für rund 1,2 Milliarden Dollar. Zusätzlich flossen rund 100 Millionen Dollar zurück, nachdem zuvor gezahlte Zölle wieder aufgehoben wurden.
Diese Analyse dient nur der Information und ist keine Anlageberatung.
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