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Goldman Sachs liefert mit 20,34 Milliarden Dollar das beste Quartal seiner 157 jährigen Geschichte

Goldman Sachs erzielt 20,34 Milliarden Dollar Nettoerträge und damit das beste Quartal seiner Geschichte. Warum solche Ergebnisse schwer zu wiederholen sind.

Goldman Sachs liefert mit 20,34 Milliarden Dollar das beste Quartal seiner 157 jährigen Geschichte
Foto: Element5 Digital auf Unsplash

Goldman Sachs hat im zweiten Quartal 2026 Nettoerträge von 20,34 Milliarden Dollar erzielt. Das verwässerte Ergebnis je Aktie lag bei 20,98 Dollar. Beide Werte übertrafen die Erwartungen der Analysten deutlich und stellen die stärkste Quartalsleistung seit der Gründung der Bank vor 157 Jahren dar.

Die Zahlen wurden am 14. Juli veröffentlicht.

Das Wichtigste in Kürze

  • Goldman Sachs erzielte im zweiten Quartal 2026 Nettoerträge von 20,34 Milliarden Dollar, das verwässerte Ergebnis je Aktie lag bei 20,98 Dollar.
  • Getragen wurde der Sprung vom Handel und von der Begleitung großer Transaktionen, darunter der Börsengang von SpaceX am 12. Juni.
  • JPMorgan meldete für dasselbe Quartal 6,14 Dollar je Aktie gegenüber einer Schätzung von 5,79 Dollar.

Handel und Börsengänge treiben das Ergebnis

Der Ertragssprung stammt nicht aus dem klassischen Kreditgeschäft. Getragen wird er vom Handel und von der Begleitung großer Transaktionen.

Beides hängt unmittelbar an der Marktlage. Bei starken Kursbewegungen steigt das Handelsvolumen und damit der Ertrag jeder Bank, die als Vermittler auftritt. Bei hohen Bewertungen wagen mehr Unternehmen den Gang an die Börse.

Ein Ereignis fällt dabei besonders ins Gewicht. Der Börsengang von SpaceX am 12. Juni war der bis dahin größte der Geschichte. Die Aktien wurden zu 135 Dollar ausgegeben, die erste Notierung lag bei 150 Dollar. Noch im selben Monat begab das Unternehmen Anleihen über 25 Milliarden Dollar in fünf Tranchen.

Kurz darauf trat Goldman Sachs gemeinsam mit JPMorgan, Morgan Stanley und Citigroup als Konsortialführer der Intel Kapitalerhöhung auf. Diese wurde von 15 auf 20 Milliarden Dollar aufgestockt, weil Zeichnungswünsche von rund 100 Milliarden Dollar vorlagen.

Der gesamte Sektor verdient derzeit gut

Das Ergebnis steht nicht allein. JPMorgan Chase meldete für dasselbe Quartal ein bereinigtes Ergebnis von 6,14 Dollar je Aktie gegenüber einer Konsensschätzung von 5,79 Dollar. Der verwaltete Umsatz stieg auf 58,02 Milliarden Dollar, erwartet worden waren 50,20 Milliarden.

Bei Morgan Stanley erwarteten Analysten 2,89 Dollar je Aktie bei einem Umsatz von 19,38 Milliarden Dollar, was einem Gewinnsprung von 35,7 Prozent entsprochen hätte. Im ersten Quartal hatte allein die Vermögensverwaltung dort Rekorderträge von 8,5 Milliarden Dollar erzielt, bei Nettomittelzuflüssen von 118 Milliarden Dollar.

JPMorgan schloss zuletzt mit einem Marktwert von 965 Milliarden Dollar und liegt damit rund 35 Milliarden unter der Marke von einer Billion. Kein Kreditinstitut hat diesen Wert bislang erreicht.

Warum solche Quartale schwer zu wiederholen sind

Bei der Einordnung eines Rekordergebnisses im Investmentbanking lohnt ein Blick auf die Herkunft der Erträge.

Handelserlöse und Gebühren aus Börsengängen sind vom Marktgeschehen abhängig und lassen sich nicht planen. Ein einzelner Börsengang in der Größenordnung von SpaceX kommt nicht jedes Jahr vor. Beruhigen sich die Märkte, sinken beide Ertragsquellen gleichzeitig.

Das unterscheidet solche Ergebnisse vom Zinsüberschuss einer Geschäftsbank, der über Jahre vergleichsweise stetig fließt. JPMorgan hat seinen Ausblick für den Zinsüberschuss 2026 auf rund 105,5 Milliarden Dollar angehoben, nach zuvor 103 Milliarden.

Eine Warnung kommt aus dem Sektor selbst. Der Vorstandschef von JPMorgan, Jamie Dimon, verweist darauf, dass nicht nur die sichtbare Verschuldung über Wertpapierkredite, sondern vor allem verdeckte Kreditaufnahme das Risiko von Marktverwerfungen erhöht.

Kontrast am selben Morgen

Wie sehr die Rekordmeldung von der allgemeinen Lage abhing, zeigte sich Stunden später am selben Tag. IBM veröffentlichte eine Gewinnwarnung und verlor 25,21 Prozent. Es war der schwerste Tagesverlust in der Geschichte des Technologiekonzerns.

Damit standen sich an einem einzigen Handelstag zwei Extreme gegenüber. Eine Investmentbank, die von Marktbewegung und Börsengängen profitiert, und ein Technologiekonzern, dessen Kunden ihre Budgets kurzfristig umgeschichtet hatten.

Häufige Fragen

Woher stammt das Rekordergebnis

Nicht aus dem klassischen Kreditgeschäft, sondern aus dem Handel und aus der Begleitung großer Transaktionen. Besonders ins Gewicht fällt der Börsengang von SpaceX am 12. Juni, der bis dahin größte der Geschichte. Kurz darauf trat Goldman Sachs als Konsortialführer der Intel Kapitalerhöhung auf.

Warum sind solche Quartale schwer zu wiederholen

Handelserlöse und Gebühren aus Börsengängen sind vom Marktgeschehen abhängig und lassen sich nicht planen. Ein einzelner Börsengang in der Größenordnung von SpaceX kommt nicht jedes Jahr vor. Beruhigen sich die Märkte, sinken beide Ertragsquellen gleichzeitig.

Wie lief es bei den anderen Häusern

JPMorgan Chase meldete für dasselbe Quartal ein bereinigtes Ergebnis von 6,14 Dollar je Aktie gegenüber einer Konsensschätzung von 5,79 Dollar. Bei Morgan Stanley erwarteten Analysten 2,89 Dollar je Aktie bei einem Umsatz von 19,38 Milliarden Dollar.

Diese Analyse dient nur der Information und ist keine Anlageberatung.

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