McDonalds wächst in den USA nur um 0,8 Prozent und tauscht die Führung im Heimatmarkt aus
McDonalds wächst in den USA nur um 0,8 Prozent und tauscht die Führung im Heimatmarkt aus. Warum Getränke der Hoffnungsträger sind.

McDonalds hat im zweiten Quartal 2026 in den Vereinigten Staaten ein Wachstum der vergleichbaren Umsätze von lediglich 0,8 Prozent erzielt und damit die Erwartungen verfehlt. Am selben Tag gab der Konzern die Ernennung von Skye Anderson zur Präsidentin des amerikanischen Geschäfts bekannt.
Die Zahlen wurden am 4. August veröffentlicht. Der konsolidierte Umsatz stieg um vier Prozent, währungsbereinigt um zwei Prozent. Die Systemumsätze legten um fünf Prozent auf 37 Milliarden Dollar zu, währungsbereinigt um vier Prozent.
Das Ergebnis übertraf die Gewinnschätzungen, verfehlte aber die Umsatzerwartungen.
Das Wichtigste in Kürze
- Die vergleichbaren Umsätze in den Vereinigten Staaten stiegen im zweiten Quartal 2026 nur um 0,8 Prozent und verfehlten die Erwartungen.
- Am selben Tag gab der Konzern die Ernennung von Skye Anderson zur Präsidentin des amerikanischen Geschäfts bekannt.
- Die Systemumsätze legten um fünf Prozent auf 37 Milliarden Dollar zu, währungsbereinigt um vier Prozent.
Kunden sparen beim Essengehen
Als Grund für die schwache Entwicklung im Heimatmarkt nennt der Konzern zurückhaltende Verbraucher. Kunden schränken ihre Ausgaben in Restaurants wegen wirtschaftlicher Sorgen ein, obwohl McDonalds mit Preisaktionen gegensteuert.
Hinzu kamen zwei Sondereffekte. Der Vergleichszeitraum enthielt eine erfolgreiche Filmkooperation aus dem April des Vorjahres. Und die Werbekampagne zur Weltmeisterschaft, die im letzten Monat des Quartals startete, blieb hinter den Erwartungen zurück.
Diese Kombination erklärt, warum der Konzern von einer Verfehlung spricht, ohne dass das Geschäft eingebrochen wäre. Ein Wachstum von 0,8 Prozent liegt im positiven Bereich, nur eben deutlich unter dem, was geplant war.
Außerhalb der USA läuft es besser
Die internationalen Bereiche entwickelten sich stärker. In den selbst betriebenen Auslandsmärkten stiegen die vergleichbaren Umsätze um 1,5 Prozent, in den über Lizenzen betriebenen Entwicklungsmärkten um 1,9 Prozent.
Vorstandschef Chris Kempczinski sagte, der Konzern habe in jedem Segment positives Wachstum bei den vergleichbaren Umsätzen erzielt und entschlossen gehandelt, um die Umsetzung zu verbessern. Das eigene Vorgehen funktioniere weltweit, im größten Markt sehe man jedoch die Gelegenheit, die Messlatte höher zu legen.
Die Personalie wurde ausdrücklich damit begründet. Anderson solle Fokus und Dringlichkeit in diese Bemühungen bringen.
Getränke als Hoffnungsträger
Als Lichtblick nennt der Konzern die neue Getränkelinie mit Erfrischungsgetränken und selbst gemischten Limonaden. Nach Angaben von Kempczinski bringen diese Produkte neue Besuche und heben den durchschnittlichen Bestellwert.
In den kommenden Wochen sollen Energiegetränke der Marke Red Bull hinzukommen.
Der Ansatz folgt einer Logik, die in der Branche verbreitet ist. Getränke haben deutlich höhere Margen als Speisen und verursachen wenig zusätzlichen Aufwand in der Küche. Wer den Bestellwert über Getränke hebt, verbessert das Ergebnis stärker als über zusätzliche Kunden.
Im Juni hatte der Konzern auf seiner alle zwei Jahre stattfindenden Weltkonferenz für Franchisenehmer eine neue Wachstumsstrategie vorgestellt.
Ziel für 2027
Für den amerikanischen Markt hat sich der Konzern ein Ziel gesetzt. Bei erfolgreicher Verbesserung von Abläufen und Vermarktung sollen die vergleichbaren Umsätze 2027 wieder auf dem erwarteten Niveau liegen.
Damit gesteht das Unternehmen ein, dass die Aufholung Zeit braucht.
McDonalds betreibt über 45.000 Standorte in mehr als 100 Ländern. Rund 95 Prozent davon werden von unabhängigen lokalen Betreibern geführt.
Diese Struktur ist für die Bewertung wesentlich. Der Konzern verdient überwiegend an Lizenzgebühren und Mieten und nicht am Verkauf einzelner Mahlzeiten. Die Erträge sind dadurch stabiler, hängen aber daran, dass die Betreiber ihre Umsätze halten.
Für das Quartal nennt das Unternehmen höhere Margen aus dem Franchisegeschäft als wesentlichen Ergebnistreiber.
Häufige Fragen
Warum war das Wachstum im Heimatmarkt so schwach
Der Konzern nennt zurückhaltende Verbraucher, die ihre Ausgaben in Restaurants wegen wirtschaftlicher Sorgen einschränken. Hinzu kamen zwei Sondereffekte. Der Vergleichszeitraum enthielt eine erfolgreiche Filmkooperation aus dem April des Vorjahres, und die Werbekampagne zur Weltmeisterschaft blieb hinter den Erwartungen zurück.
Warum setzt der Konzern auf Getränke
Getränke haben deutlich höhere Margen als Speisen und verursachen wenig zusätzlichen Aufwand in der Küche. Wer den Bestellwert über Getränke hebt, verbessert das Ergebnis stärker als über zusätzliche Kunden. In den kommenden Wochen sollen Energiegetränke der Marke Red Bull hinzukommen.
Wie verdient McDonalds sein Geld
Der Konzern betreibt über 45.000 Standorte in mehr als 100 Ländern, rund 95 Prozent davon werden von unabhängigen lokalen Betreibern geführt. Er verdient überwiegend an Lizenzgebühren und Mieten und nicht am Verkauf einzelner Mahlzeiten.
Diese Analyse dient nur der Information und ist keine Anlageberatung.
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