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Paramount kauft Warner Bros Discovery für 110,9 Milliarden Dollar und wartet auf die Aufsicht

Paramount Skydance übernimmt Warner Bros Discovery für 110,9 Milliarden Dollar. Wie Netflix ausstieg und was die Verzögerungsgebühr über den Zeitplan verrät.

Paramount kauft Warner Bros Discovery für 110,9 Milliarden Dollar und wartet auf die Aufsicht
Foto: Jake Hills auf Unsplash

Paramount Skydance übernimmt Warner Bros Discovery für 110,9 Milliarden Dollar. Der Preis beträgt 31 Dollar je Aktie in Bargeld. Die Anteilseigner haben im April zugestimmt, die Genehmigung der Wettbewerbsbehörden steht noch aus.

Damit endet ein Bieterverfahren, das im November 2025 begann und mehrfach die Richtung wechselte. Ursprünglich hatte Warner Bros Discovery eine Aufspaltung geplant und danach strategische Alternativen geprüft. Angebote kamen von Paramount Skydance, Netflix, Comcast und Starz.

Das Wichtigste in Kürze

  • Paramount Skydance übernimmt Warner Bros Discovery für 110,9 Milliarden Dollar oder 31 Dollar je Aktie in bar.
  • Netflix hatte am 5. Dezember 2025 eine Vereinbarung über rund 82,7 Milliarden Dollar einschließlich Schulden erreicht und zog sich am 26. Februar zurück.
  • Vereinbart wurde eine Gebühr von 25 Cent je Aktie für jedes Quartal ohne Abschluss, beginnend am 30. September 2026.

Netflix hatte den Zuschlag bereits

Am 5. Dezember 2025 wurde eine Vereinbarung mit Netflix bekannt gegeben. Diese sah vor, dass Netflix das Studio und das Streaminggeschäft übernimmt, während die klassischen Fernsehsender als eigenständiges Unternehmen abgespalten werden.

Der Wert lag bei rund 82,7 Milliarden Dollar einschließlich Schulden. Die Anteilseigner sollten 27,75 Dollar je Aktie erhalten.

Paramount Skydance verfolgte dagegen die Übernahme des gesamten Unternehmens einschließlich der Bezahlsender und legte ein Barangebot vor. Im Januar reichte das Unternehmen Klage ein, um mehr Informationen über die Netflix Vereinbarung zu erhalten, und bereitete einen Kampf um die Stimmrechte in Delaware vor.

Im Februar erhielt Warner Bros Discovery eine vertragliche Freistellung von Netflix und nahm die Gespräche mit Paramount wieder auf. Am 26. Februar bewertete der Verwaltungsrat das erhöhte Angebot von 31 Dollar je Aktie als überlegen.

Netflix verzichtete darauf nachzulegen und zog sich zurück. Die beiden Vorstandschefs erklärten, die verhandelte Transaktion hätte Wert für die Anteilseigner geschaffen und einen klaren Weg zur behördlichen Genehmigung gehabt.

Aufschlag für jedes Quartal Verzögerung

Bemerkenswert an dem Angebot sind die Zusatzbedingungen, mit denen Paramount die Zustimmung sicherte.

Vereinbart wurde eine Gebühr von 25 Cent je Aktie für jedes Quartal, in dem der Abschluss nicht erfolgt, beginnend am 30. September 2026. Damit werden die Anteilseigner für Verzögerungen bei der behördlichen Prüfung entschädigt.

Zusätzlich übernimmt Paramount die Ausstiegsgebühr von 2,8 Milliarden Dollar, die für die Auflösung der Netflix Vereinbarung fällig wird.

Larry Ellison hat die Finanzierung des Angebots abgesichert. Jared Kushner hatte seine Beteiligungsgesellschaft im Dezember aus der Finanzierung zurückgezogen.

Was Warner Bros Discovery mitbringt

Der Konzern besitzt einige der bekanntesten Namen der Unterhaltungsbranche, darunter das Filmstudio Warner Bros und den Sender HBO. Der Bestand umfasst Filme und Fernsehprogramme aus mehreren Jahrzehnten.

Hinzu kommen Produktionsanlagen. Das Hauptgelände in Burbank in Kalifornien umfasst mehr als 110 Hektar mit 31 Studiohallen und elf Außenkulissen. Ein weiterer großer Standort außerhalb von London liegt auf rund 200 Hektar.

Kritik aus der Branche

Die Reaktionen in der Unterhaltungsbranche fielen von Beginn an überwiegend ablehnend aus. Im Mittelpunkt stand die Sorge um die Zukunft der Kinos und um eine weitere Bündelung im Streamingmarkt.

Diese Kritik richtete sich zunächst gegen die Netflix Vereinbarung, weil ein Streamingunternehmen die Kinoauswertung eines großen Studios übernommen hätte. Bei der Paramount Lösung verschiebt sich der Einwand auf die Marktkonzentration, weil zwei große Studios zusammengeführt werden.

Für den Fall, dass die Transaktion an behördlichen Fragen scheitert, wurde eine weitere Ausstiegsgebühr vereinbart. Der Zeitpunkt des Abschlusses ist offen. Die vereinbarte Verzögerungsgebühr ab dem 30. September deutet darauf hin, dass die Beteiligten selbst mit einem längeren Verfahren rechnen.

Häufige Fragen

Warum bekam Paramount den Zuschlag statt Netflix

Paramount verfolgte die Übernahme des gesamten Unternehmens einschließlich der Bezahlsender und legte ein Barangebot vor. Am 26. Februar bewertete der Verwaltungsrat das erhöhte Angebot von 31 Dollar je Aktie als überlegen. Netflix verzichtete darauf nachzulegen.

Was bedeutet die Verzögerungsgebühr

Vereinbart wurde eine Gebühr von 25 Cent je Aktie für jedes Quartal, in dem der Abschluss nicht erfolgt, beginnend am 30. September 2026. Damit werden die Anteilseigner für Verzögerungen bei der behördlichen Prüfung entschädigt. Die Regelung deutet darauf hin, dass die Beteiligten selbst mit einem längeren Verfahren rechnen.

Was gehört zu Warner Bros Discovery

Der Konzern besitzt das Filmstudio Warner Bros und den Sender HBO sowie Filme und Fernsehprogramme aus mehreren Jahrzehnten. Hinzu kommen Produktionsanlagen, darunter das Hauptgelände in Burbank mit mehr als 110 Hektar, 31 Studiohallen und elf Außenkulissen sowie ein Standort außerhalb von London auf rund 200 Hektar.

Diese Analyse dient nur der Information und ist keine Anlageberatung.

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