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Salesforce meldet 3,4 Milliarden Dollar aus KI Abonnements und trotzdem Zweifel bei den Abschlüssen

Salesforce meldet 3,4 Milliarden Dollar aus KI Abonnements und trotzdem Zweifel bei den Abschlüssen. Warum die Prognose leicht unter den Erwartungen bleibt.

Salesforce meldet 3,4 Milliarden Dollar aus KI Abonnements und trotzdem Zweifel bei den Abschlüssen
Foto: Compagnons auf Unsplash

Salesforce hat im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2027 einen Umsatz von 11,1 Milliarden Dollar erzielt, ein Plus von 13 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das bereinigte Ergebnis je Aktie stieg um 50 Prozent auf 3,88 Dollar, das ausgewiesene um 52 Prozent auf 2,42 Dollar.

Die wiederkehrenden Jahreserlöse aus den Bereichen Agentforce und Data 360 erreichten knapp 3,4 Milliarden Dollar, ein Zuwachs von über 200 Prozent. Davon entfallen 1,2 Milliarden Dollar auf Agentforce, ein Plus von 205 Prozent, und 1,1 Milliarden Dollar auf die zugekaufte Informatica Cloud.

Der Konzern bezeichnet sich selbst als führenden Anbieter für Kundenverwaltung mit selbstständig arbeitenden Programmen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Umsatz stieg im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2027 um 13 Prozent auf 11,1 Milliarden Dollar, das bereinigte Ergebnis je Aktie um 50 Prozent auf 3,88 Dollar.
  • Die wiederkehrenden Jahreserlöse aus Agentforce und Data 360 erreichten knapp 3,4 Milliarden Dollar, ein Zuwachs von über 200 Prozent.
  • Für das Geschäftsjahr 2027 erwartet der Konzern einen Umsatz von 45,9 bis 46,2 Milliarden Dollar, was rund elf Prozent Wachstum entspricht.

Prognose leicht unter den Erwartungen

Trotz der starken Zahlen fiel der Ausblick etwas schwächer aus als erhofft. Für das Geschäftsjahr 2027 erwartet Salesforce einen Umsatz von 45,9 bis 46,2 Milliarden Dollar, was rund elf Prozent Wachstum entspricht.

Bereits bei den vorangegangenen Zahlen hatte der Konzern die Erwartungen übertroffen, während die Jahresprognose leicht darunter blieb. Auch der Auftragsbestand fiel schwächer aus als erwartet.

Als Belastung nennt das Unternehmen anhaltende Schwäche in den Bereichen Marketing und Handel sowie zunehmende Zurückhaltung bei Abschlüssen und Verlängerungen im Analysewerkzeug Tableau.

Der noch nicht erbrachte Auftragsbestand belief sich auf 67,9 Milliarden Dollar, ein Plus von elf Prozent. Der kurzfristig fällige Teil lag bei 33,6 Milliarden Dollar, ein Zuwachs von 14 Prozent.

Die Frage, die Analysten stellen

Auf der Analystenkonferenz wurde ein Widerspruch angesprochen, der die Bewertung des Unternehmens derzeit prägt.

Auf der einen Seite stehen außergewöhnliche Kennzahlen im Bereich der selbstständig arbeitenden Programme. Über 29.000 Abschlüsse seit dem Start, ein Zuwachs von 50 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Über 28,6 Billionen verarbeitete Spracheinheiten, ein Plus von 152 Prozent. 3,8 Milliarden abgeschlossene Arbeitsschritte, die von Programmen statt von Menschen erledigt wurden, mit einem Zuwachs von 111 Prozent gegenüber dem Vorquartal.

Auf der anderen Seite haben sich diese Werte über zwei Quartale hinweg nicht in entsprechendem Umfang in neuen Aufträgen niedergeschlagen.

Die Antwort des Managements verweist auf die kurzfristigen Auftragsbestände als vorlaufenden Indikator und darauf, dass die Jahresprognose angehoben wurde.

Präsidentin und Finanzvorständin Robin Washington erklärte, man bleibe zuversichtlich, im zweiten Halbjahr eine Beschleunigung des organischen Umsatzwachstums zu liefern, getragen von Vertrieb, Service, Slack, Agentforce und Data 360.

Über die Hälfte kommt von Bestandskunden

Ein Wert aus dem Bericht ordnet die Entwicklung ein. Mehr als 50 Prozent der Abschlüsse in den neuen Bereichen stammten von bestehenden Kunden. Im vorangegangenen Quartal waren es über 60 Prozent gewesen.

Das ist typisch für Unternehmenssoftware. Neue Funktionen werden zunächst an Kunden verkauft, die das Grundprodukt bereits nutzen. Für die Beurteilung des langfristigen Wachstums ist entscheidend, wann daraus auch Geschäft mit neuen Kunden entsteht.

Ziel von 63 Milliarden Dollar bis 2030

Vorstandschef Marc Benioff hat ein langfristiges Ziel genannt. Bis zum Geschäftsjahr 2030 soll der Umsatz auf 63 Milliarden Dollar steigen, einschließlich des Beitrags von Informatica. Ursprünglich waren über 60 Milliarden Dollar ohne diesen Zukauf angekündigt worden.

Im abgeschlossenen Geschäftsjahr 2026 lag der Umsatz bei 41,5 Milliarden Dollar, ein Plus von zehn Prozent. Der gesamte Auftragsbestand überschritt erstmals 72 Milliarden Dollar.

Der operative Mittelzufluss betrug im ersten Quartal 6,7 Milliarden Dollar, der freie Mittelzufluss 6,6 Milliarden Dollar. Die bereinigte operative Marge lag bei 34,8 Prozent, die ausgewiesene bei 21,1 Prozent.

Für das Gesamtjahr wurde die ausgewiesene Marge auf 20,6 Prozent angepasst, überwiegend wegen höherer Aufwendungen für den Umbau.

Häufige Fragen

Welchen Widerspruch sprechen Analysten an

Auf der einen Seite stehen außergewöhnliche Kennzahlen bei den selbstständig arbeitenden Programmen, etwa über 29.000 Abschlüsse seit dem Start. Auf der anderen Seite haben sich diese Werte über zwei Quartale hinweg nicht in entsprechendem Umfang in neuen Aufträgen niedergeschlagen.

Woher kommen die Abschlüsse in den neuen Bereichen

Mehr als 50 Prozent stammten von bestehenden Kunden, im vorangegangenen Quartal waren es über 60 Prozent. Das ist typisch für Unternehmenssoftware. Entscheidend für das langfristige Wachstum ist, wann daraus auch Geschäft mit neuen Kunden entsteht.

Welches Ziel hat Salesforce für 2030

Vorstandschef Marc Benioff hat angekündigt, dass der Umsatz bis zum Geschäftsjahr 2030 auf 63 Milliarden Dollar steigen soll, einschließlich des Beitrags von Informatica. Ursprünglich waren über 60 Milliarden Dollar ohne diesen Zukauf genannt worden.

Diese Analyse dient nur der Information und ist keine Anlageberatung.

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