Einstellungen brechen um 278.000 ein, die stillere Arbeitsmarktzahl
Die Zahl der Neueinstellungen fiel im Juli um 278.000, die Einstellungsrate auf 3,2 Prozent. Warum diese Zahl mehr sagt als die Arbeitslosenquote.

Das Wichtigste in Kürze
- Die Zahl der Neueinstellungen fiel im Juli um 278.000, die Einstellungsrate sank um 0,2 Punkte auf 3,2 Prozent und damit auf den tiefsten Wert seit Februar.
- Die offenen Stellen blieben nahezu stabil und legten leicht auf 7,27 Millionen zu.
- Der Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe lag im August bei 54,6 Punkten, der Beschäftigungsteilindex fiel um 1,6 Punkte auf 51,2.
Die Zahl, die kaum Schlagzeilen macht
Die amerikanischen Arbeitsmarktdaten für Juli enthalten eine Angabe, die kaum Schlagzeilen macht und ungewöhnlich aussagekräftig ist. Die Zahl der Neueinstellungen fiel um 278.000, die Einstellungsrate sank um 0,2 Punkte auf 3,2 Prozent. Das ist der tiefste Wert seit Februar.
Die offenen Stellen blieben dagegen nahezu stabil und legten leicht auf 7,27 Millionen zu, was ungefähr den Erwartungen entsprach.
Der Unterschied zur Arbeitslosenquote
Genau darin liegt der Unterschied zur bekannteren Kennzahl. Die Arbeitslosenquote kann stabil bleiben, während sich der Markt darunter verhärtet. Wer eine Stelle hat, behält sie. Wer keine hat, findet schwerer eine.
Das Bild in der Industrie
Auch die Industrie zeigt ein gemischtes Bild. Der Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe lag im August bei 54,6 Punkten, einen Punkt unter dem Juli und leicht unter der Erwartung von 55,3. Der Beschäftigungsteilindex fiel um 1,6 Punkte auf 51,2. Werte über 50 stehen für Wachstum.
Einschätzung
Stabile offene Stellen bei einbrechenden Einstellungen sind ein Muster, das man kennen sollte. Unternehmen halten ihre Ausschreibungen offen, besetzen sie aber nicht. Das ist keine Krise, sondern Zögern.
Für die Zinsdebatte ist diese Zahl wichtiger als die Arbeitslosenquote, weil sie früher reagiert. Entlassungen kommen am Ende einer Abkühlung, ausbleibende Einstellungen am Anfang.
Wer die kommenden Monate beurteilen will, sollte deshalb weniger auf die Quote schauen und mehr darauf, wie viele Menschen tatsächlich eine neue Stelle antreten.
Häufige Fragen
Was misst die Einstellungsrate
Sie gibt an, wie viele Menschen in einem Monat eine neue Stelle antreten, gemessen an allen Beschäftigten. Anders als die Arbeitslosenquote misst sie Bewegung statt Zustand. Sie zeigt, ob ein Arbeitsmarkt durchlässig ist, also ob jemand, der sucht, auch etwas findet.
Wie passen stabile offene Stellen und einbrechende Einstellungen zusammen
Unternehmen halten ihre Ausschreibungen offen, besetzen sie aber nicht. Die offenen Stellen legten im Juli leicht auf 7,27 Millionen zu, während die Zahl der Neueinstellungen um 278.000 fiel. Das ist keine Krise, sondern Zögern.
Was sagt der Einkaufsmanagerindex im August
Er lag für das verarbeitende Gewerbe bei 54,6 Punkten, einen Punkt unter dem Juli und leicht unter der Erwartung von 55,3. Der Beschäftigungsteilindex fiel um 1,6 Punkte auf 51,2. Werte über 50 stehen für Wachstum.
Diese Analyse dient nur der Information und ist keine Anlageberatung.
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